Start › Spiele-Lexikon › Mau-Mau
Farbe oder Wert bedienen, Sonderkarten klug einsetzen und am Ende „Mau-Mau“ rufen: Das schnellste Kartenspiel mit einem ganz normalen Skatblatt.
In 30 Sekunden erklärt
- ZielWer zuerst keine Karten mehr hat, gewinnt die Runde.
- StartJeder bekommt 5 Karten, eine liegt offen in der Mitte, der Rest ist der Stapel.
- ZugReihum eine Karte legen, die in Farbe oder Wert passt – sonst eine vom Stapel ziehen.
- SonderkartenSieben: Nächster zieht 2. Acht: Nächster setzt aus. Bube: Farbe wünschen.
- EndeVorletzte Karte: „Mau“ rufen. Letzte Karte: „Mau-Mau“. Vergessen kostet eine Strafkarte.
Worum geht es?
Alle versuchen, ihre Handkarten so schnell wie möglich loszuwerden. Gelegt wird nur, was zur obersten Karte passt. Sonderkarten bremsen die Mitspieler aus oder ändern die Farbe. Wer zuerst keine Karte mehr hat, gewinnt die Runde.
Vorbereitung
- Ein Skatblatt mit 32 Karten mischen. Jeder bekommt fünf Karten (bei zwei Spielern auch sechs).
- Der Rest liegt verdeckt als Stapel in der Mitte, die oberste Karte wird daneben aufgedeckt.
So wird gespielt
- Reihum legst du eine Karte auf den offenen Stapel, die in Farbe oder Wert passt – auf eine Herz 9 also ein Herz oder eine 9.
- Kannst oder willst du nicht legen, ziehst du eine Karte vom Stapel. Passt sie, darfst du sie sofort legen.
- Sieben: Der Nächste zieht zwei Karten – außer er legt selbst eine Sieben, dann zieht der Übernächste vier.
- Acht: Der nächste Spieler muss aussetzen. Bube: Passt auf jede Karte, wer ihn legt, wünscht sich eine Farbe.
- Wer seine vorletzte Karte legt, ruft „Mau“, bei der letzten „Mau-Mau“. Vergessen kostet eine Strafkarte. Wer zuerst keine Karten mehr hat, gewinnt.
Eine Beispielrunde
Oben liegt die Pik 10. Lina legt die Pik 7 – Felix müsste jetzt zwei Karten ziehen. Er hat aber selbst eine 7 und legt die Herz 7 darauf, also zieht die nächste Spielerin vier Karten. Danach legt Lina einen Buben und wünscht sich Karo, denn davon hat sie noch zwei. Kurz darauf ruft sie „Mau“ und in der nächsten Runde „Mau-Mau“.
Varianten
- Ass: Wer ein Ass legt, darf gleich noch eine Karte legen.
- Punkte: Über mehrere Runden zählen die Restkarten als Minuspunkte – der Punktezähler rechnet mit.
- Kinder: Nur mit Sieben und Acht als Sonderkarten starten.
Typische Fehler und Streitfragen
- Buben auf Buben: Ob ein Bube auf einen Buben darf, ist eine häufige Streitfrage – vorher klären. Oft ist es verboten.
- Stapel leer: Dann den Ablagestapel bis auf die oberste Karte mischen und als neuen Nachziehstapel nutzen.
- Mau vergessen: Wer es nicht sagt, zieht eine Strafkarte – aber nur, wenn es jemand bemerkt.
Tipp: Heb dir einen Buben für den Schluss auf – mit ihm kannst du die Farbe wählen, die du noch auf der Hand hast.
Häufige Fragen zu Mau-Mau
Welche Sonderkarten gibt es bei Mau-Mau?
Meist die Sieben (Nächster zieht zwei), die Acht (Nächster setzt aus) und den Buben (darf auf jede Karte, man wünscht sich eine Farbe). Manche Runden nehmen noch das Ass als Nochmal-legen-Karte dazu.
Mit wie vielen Karten spielt man Mau-Mau?
Mit einem Skatblatt aus 32 Karten. Jeder bekommt fünf oder sechs Karten.
Kann man Mau-Mau zu zweit spielen?
Ja. Dann empfiehlt sich, dass die Acht nicht nur aussetzen lässt, sondern der Spieler selbst noch einmal legt.
Passt zu diesen Themenabenden
Ähnliche Spiele
Schwimmen (31)
Möglichst nah an 31 Punkte in einer Farbe – mit drei Leben.
Regeln lesen →Rommé
Sätze und Reihen sammeln, auslegen und als Erster fertig sein.
Regeln lesen →Präsident
Vom Präsidenten zum Letzten und zurück – mit Kartentausch.
Regeln lesen →Siebener raus
Farbreihen von der Sieben aus bauen und zuerst alle Karten loswerden.
Regeln lesen →Passt das Spiel nicht ganz? Der Finder zeigt Alternativen.
Spiele-Finder öffnen